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Sizilien |
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| Hauptstadt: Palermo |
Palermo
Palermo - wenn man diesen Namen hört, kommt einem als erste Assoziation sicherlich die Mafia in den Sinn. Und tatsächlich: Bis in die jüngste Zeit hinein war Palermo fest in der Hand der Mafia. Neben dem moralischen Verfall war Palermo auch baulich gesehen in einem ruinösen Zustand. Die Altstadt von Palermo durchzieht ein unregelmäßiges Netz enger gewundener Gassen mit uralten Häusern.
Seit dem erfolgreichen Anti-Mafia-Kampf hat auch die Bevölkerung sich den öffentlichen Raum zurückerobert. Durch zwischenzeitlich eingeleitete Sanierungsmaßnahmen wird das Erscheinungsbild dieser verkannten Schönheit wieder langsam dem Ruf ihrer
Jahrhunderte alten Geschichte gerecht.
Palermo wurde etwa im 8. Jahrhundert vor Christus von den Phöniziern als Handelsstützpunkt gegründet und hat in den nachfolgenden Jahrhunderten viele Herrscher kommen und gehen sehen. So wurde die Stadt unter anderem von den Römern, den Normannen, den Staufern und zeitweise auch den Österreichern erobert. 1861 wurde Sizilien Teil des Königreiches Italien. Heute ist Palermo mit rund 675.000
Einwohnern und einer Fläche von 158 Quadratkilometern die größte Stadt Siziliens. Palermo liegt an einer Bucht an der Nordküste der Insel. Die Ebene zwischen den Bergen, die Palermo umgeben, und dem Meer wird Conca d'oro (Goldene Muschel) genannt, wohl wegen der Orangenhaine, die Palermo ringsum umgeben.
Aufgrund der wechselvollen Geschichte der Stadt lohnt eine Reise vor allem wegen der vielen bedeutenden Kulturdenkmäler und sonstiger Sehenswürdigkeiten. Besonders hervorzuheben sind hierbei der Dom mit dem Grab Friedrichs II, der Normannenpalast als Residenz der früheren sizilianischen Könige sowie das Teatro Massimo, eines der schönsten Opernhäuser der Welt. Palermo ist auf alle Fälle eine Reise wert.
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