Serbien-Montenegro

Hauptstadt: Belgrad

 
Wie bei vielen Balkanländern ist auch die Geschichte von Serbien Montenegro durch jahrhundertelange Fremdherrschaft und daraus resultierender innerer Zerissenheit bestimmt. Im Jahre 1878 wurde auf dem Berliner Kongress die Neuordnung des Balkans beschlossen. Allerdings waren damit die Gebietsstreitigkeiten nicht beiggelegt. Bis heute gibt es häufig bewaffnete Konflikte, infolge derer die Grenzen immer wieder neu gezogen werden. So waren Serbien und Montenegro Teilrepubliken Jugoslawiens, bis das seit 1918 bestehende Land zu Beginn der 1990er Jahre zerfiel. Im Jahre 2002 vereinigten sich Serbien und Montenegro auf die vorläufige Gründung eines losen Verbundes zweier eigenständiger Staaten, über dessen Fortbestand im Mai 2006 durch die Bevölkerung entschieden wird. 2. Daten und Fakten Bei Serbien Montenegro handelt es sich um eine "staatliche Gemeinschaft" in Südosteuropa, die aus den Republiken Serbien und Montenegro besteht und insgesamt etwa 10.829.000 Einwohner zählt (Stand Juli 2005). Die Amtssprache ist Serbisch. Die Hauptstand von Serbien und Montenegro ist Belgrad mit circa 1,6 Millionen Einwohnern. Mit einem Nettodurchschnittseinkommen von monatlich 250 Euro, einer eklatanten Arbeitslosenquote von 20 Prozent und einer hohen Auslandsverschuldung ist Serbien Montenegro wirtschaftlich gesehen eines der schwächsten Balkanländer; - trotz der reichen Vorkommen an Braunkohle, Kupfererzen, Erdöl und Erdgas. Allerdings ist eine Besserungstendenz spürbar. Seit 2004 siedeln sich in Serbien Montenegro große ausländische Unternehmen an. Unter ihnen der dm-drogerie markt, Mercator und mehrere Banken. 3. Wissenswertes Neben Russland ist Serbien und Montenegro der ethnisch vielfältigste Staat in Europa. Weit über 30 verschiedene Nationalitäten leben hier zusammen. Mit 16,5 Prozent der Gesamtbevölkerung sind Albaner die größte Minderheit des Landes. Sie sind vor allem auf dem Gebiet der von UN und NATO kontrollierten Provinz Kosovo und deren Grenzgebieten angesiedelt. Besonders die Hauptstadt Belgrad ist einen Besuch Wert. Ein Ausflug auf die im 18. Jahrhundert auf den Grundmauern einer römischen Zitadelle erbaute Festung "Kalegmedan" ist nicht nur für historisch Interessierte ein Muss. In ihrem Inneren befindet sich ein Stadtpark. Ferner gibt es dort zahlreiche hübsche Cafés, die zum Ausruhen und Genießen einladen, während Straßenkünstler und Sänder die Besucher unterhalten.


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