Schweiz

Hauptstadt: Bern

 

St.Gallen

Das knapp 70.000 Einwohner zählende Sankt Gallen ist eine Stadt in der Schweiz und zugleich die Hauptstadt des gleichnamigen Kantons Sankt Gallen. Die Ansiedlung wurde im 7. Jahrhundert durch den irischen Mönch Sankt Gallus gegründet, der 612 am Fluss Steinach eine Einsiedlerklause baute. Um das Jahr 720 errichtete der alemannische Priester Othmar zu Ehren von Gallus eine Abtei und gab ihr den bis heute gebräuchlichen Namen Sankt Gallen. Da St. Gallen rund 700 Meter über dem Meeresspiegel liegt, gehört es zu den am höchsten gelegenen Städten in der Schweiz. Neben der alten Stadtgemeinde besteht St. Gallen aus vielen ursprünglichen Dörfern, die im Jahr 1918 in die Stadt eingegliedert wurden. Heute teilt sich St. Gallen in drei Stadtkreise, nämlich West, Zentrum und Ost auf. Im 15.Jahrhundert galt die Stadt St. Gallen als das Zentrum der stetig wachsenden Leinenindustrie. Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts lebte rund ein Fünftel der Bevölkerung von der Textilindustrie. Auch heute gehören die Stickereien aus St. Gallen zu den gefragten Materialien für Kreationen der luxuriösen Pariser Haute Couture. Einige sehenswerte herrschaftliche Villen der damaligen Kaufleute zeugen noch immer vom früheren Wohlstand der Stadt, die heute auch vom Tourismus lebt und zu einem beliebten Reiseziel in der Schweiz geworden ist. Als Sehenswürdigkeit gilt die St. Galler Altstadt im Klosterviertel, der Stiftsbezirk mit Stiftsbibliothek und Stiftskirche, der zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört, die Stickereibörse mit dem Handelsgott Hermes auf dem Dach und der Stadtpark beim Theater. In den romantischen Gassen der Altstadt finden jährlich im Sommer Musikveranstaltungen und Feste statt.
 
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