Irland

Hauptstadt: Dublin

 

Clondalkin

Das moderne Clondalkin ist ein geschäftiges Vorzimmer Dublins, wenn man so will. Es liegt etwa zehn Kilometer von Dublin entfernt.
Bevölkert von ca 60000 Iren, wurde das Gebiet um Clondalkin mittlerweile zu einem wirtschaftlichen Zentrum, in dem die irische Sprache gepflegt und bewahrt wird. Dies verdankt die Stadt verschiedenen Kulturgruppen, die sich um die Erhaltung der irischen Traditionen und der eigenen Kultur bemühen. So ist auch der Name der Stadt aus dem irischen Cluain Dolcáin abgeleitet und bedeutet Dolcans Weide.
Eines der Wahrzeichen der Stadt ist ein gut erhaltener Turm aus dem achten Jahrhundert. Er gilt als einer der ältesten und best erhaltensten des Landes - und das will viel heißen in einer Gegend, wo es von geschichtsträchtigen Bauten nur so wimmelt. Man nimmt an, dass Clondalkin irgendwann um 600 nach Christus durch Mönche als Klosterniederlassung begründet wurde. Der eben erwähnte Rundturm wurde zwar erst später gebaut, er gehörte aber zur Klosteranlage und verweist daher auf diesen Teil der Geschichte Clondalkins. Die Bedeutung des Klosters war durchaus nicht klein. Insbesondere die Herstellung von religiösen Schriften und kunstvollen Abschriften heiliger Bücher und Dokumente wurde betrieben. Eines der erhaltenen Bücher dieser Zeit, ein Messbuch, kann heute in Karlsruhe bestaunt werden. Das Kloster fiel 832 den Wikingern zum Opfer, die aus Dänemark einfielen. Für eine ganze Weile blieb Clondalkin danach unter dänischer Kontrolle. Zwei berühmte Schachten erzählen noch heute die Geschichte der Befreiung.

Die Iren waren immer ein unabhängiges Völkchen, das Unterdrücker nicht lange duldete. Wer Urlaub in Dublin macht, sollte diesen Ort besuchen - oder umgekehrt.
 
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