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Bosnien-Herzegowina |
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| Hauptstadt: Sarajevo |
Tuzla
Tuzla - uralt und doch so neu!
Die Stadt Tuzla im Nordosten von Bosnien-Herzegowina ist vor allem wegen ihre Salzreichtums bekannt. Der gesamte Boden unter der Stadt ist extrem salzhaltig und von unzähligen Hohlräumen durchzogen, so dass die Stadt nach und nach immer wieder absackt und neu gebaut wird. Es gibt deshalb in Tuzla nur sehr wenige Häuser, die älter als 100 Jahre sind. Dies ist umso erstaunlicher, da sich die Wurzeln der Stadt bis in die Jungsteinzeit zurückverfolgen lassen. In den letzten Jahren wurde das Thema Salz in Tuzla auch touristisch und kulturell "ausgebeutet". In unmittelbarer Nähe des Stadtzentrums wurde im Jahr 2003 in einer immer tiefer abgesunken Senke ein künstlicher Salzsee eröffnet, der als Freibad genutzt wird. Dieser See ist der einzige seiner Art in Europa.
Im Stadtzentrum wurde ebenfalls vor nicht allzu langer Zeit ein Salzplatz gebaut, in dessen Ausstellung der Reisende Gegenstände, die beim historischen Salzabbau benutzt wurden, besichtigen kann. Dieser Salzplatz dient gleichzeitig als Schauplatz für kulturelle Ereignisse wie Tanz-, Folklore- und Filmvorstellungen.
Die Stadt hat bei einer Fläche von 15 Quadratkilometern ca. 100.000 Einwohner und ist somit die drittgrößte Stadt in Bosnien-Herzegowina. Tuzla ist die Kantonshauptstadt des gleichnamigen Kantons. In der Stadt gibt es ein Nationaltheater, ein Stadtmuseum, eine Porträtgalerie sowie das Kultur- und Sportzentrum Mejdan. Während des bosnischen Bürgerkriegs gehörte Tuzla zum bosnisch dominierten Teil von Bosnien und Herzegowina, wurde während dieser Zeit aber nie von nationalistischen Parteien regiert.
Während des Krieges hielten bosnische, kroatische und serbische Bewohner weiterhin zusammen und verteidigten die Stadt auch gemeinsam gegen die Angriffe durch serbische Nationalisten.
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