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Bosnien-Herzegowina |
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| Hauptstadt: Sarajevo |
Sarajevo
Der Name der bosnischen Stadt Sarajevo ist am 28. Juni 1914 erstmals in die Geschichte eingegangen. An diesem Tag starben der österreichische Thronfolger, Erzherzog Franz Ferdinand und seine Gemahlin Sophie Chotek, Herzogin von Hohenberg, bei einem Attentat, das wiederum Auslöser für den Ausbruch des Ersten Weltkriegs war. Sarajevo (deutsch auch "Sarajewo") ist die Hauptstadt und der
Regierungssitz Bosnien und Herzegowinas. Die Stadt selbst hat etwa 298.000 Einwohner, im gesamten Kanton leben jedoch fast 450.000 Menschen. Die erste urkundliche Erwähnung einer slawischen Siedlung, die später Sarajevo heißen sollte, gab es bereits im Jahr 1415. 1850 wurde Sarajevo die Hauptstadt der Provinz Bosnien im Osmanischem Reich, nach Ende des Ersten Weltkriegs 1918 wurde es
Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen. Im Jahr 1984 trug man hier die Olympischen Spiele aus, acht Jahre später wurde Sarajevo Hauptstadt von Bosnien und Herzegowina.
Während des Bosnien-Krieges 1992 bis 1995 war Sarajevo heftig umkämpft und wurde durch Streitkräfte der bosnischen Serben belagert. Den Kämpfen fielen mehr als 10.000 Menschen zum Opfer, Zehntausende wurden verletzt.
Durch den Balkan-Krieg kam auch die Wirtschaft in Sarajevo zum Erliegen, das vorher als Handels- und Industriezentrum von Bosnien und Herzegowina galt. Inzwischen wurde die zerstörte Stadt wieder aufgebaut. Sarajevo hat eine sehr schöne Altstadt. Für den Urlauber sehenswert sind u. a. der Bascarsija-Platz, die Kaiser-Moschee, die Alte Orthodoxe Kirche, die Stadtkathedrale und die aus dem 19. Jahrhundert stammende Markthalle. Die Deutsche Lufthansa fliegt seit März 1998 Sarajevo von München aus täglich an, außerdem gibt es tägliche Verbindungen nach Wien, Kopenhagen, Budapest, Mailand und Belgrad.
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